Mittelschule Goldbach ... ein Weg mit Zukunft2017 02 15 Tag der offenen Tuer 10

Und wieder ist ein Jahr vergangen und unser Tag der offenen Tür stand erneut vor der Tür.
( Na, das war jetzt genug mit „Tür").
Wie üblich konnte jeder Besucher diesen Tag in lockerer Atmosphäre verbringen, mit interessanten Beiträgen, Vorführungen und einer Verköstigung durch unseren Elternbeirat.

Unser Programm war dieses Jahr ein wenig abwechslungsreicher, da wir in der Aula einige Aufführungen hatten, um den Besuchern zu zeigen, was wir hier an unserer Schule so alles bewerkstelligen. Die Schüler haben an solchen Aktionen viel Spaß und sind auch auf sich stolz, wenn sie ihre Leistungen vor einem Publikum präsentieren können und mit Applaus belohnt werden. Nicht zu vergessen sind natürlich unsere engagierten Lehrer, ohne die solche Aktionen gar nicht möglich wären. So ganz nebenbei bemerkt ist es nicht für jeden einfach, sich vor einem Publikum darzustellen und es bedarf gelegentlich einer guten Zusprache.
Also großes Lob an alle Beteiligten.

Dass dieses Jahr etwas anders ablief, bemerkte man schon, als man ins Schulgebäude kam. Im Eingangsbereich war unsere Künstlertruppe unter der Leitung von Frau Rychner, die an ihren „Seelenbrettern" arbeiteten. Bereits am Morgen begann die Aktion, damit am Nachmittag erste Ergebnisse vorliegen konnten.

Frau Hess eröffnete mit einer kurzen Rede die Veranstaltung und verwies auf die verschiedenen Aktivitäten, die man sich anschauen oder bei denen man sich aktiv beteiligen konnte. Hinweis auch auf das kulinarische Wohl mit einem dicken Applaus an den Elternbeirat.

Der Chor eröffnete mit dem Lied „Au revoir" die Veranstaltung. Im ersten Moment wird man etwas stutzig: Wieso beginnt eine Veranstaltung mit den Worten „Auf Wiedersehen"? Klar, wir wollen nächstes Schuljahr einige der Schüler aus den 4.Klassen bei uns wiedersehen. Also, doch nicht so unsinnig der Einstieg.
Viele stolze Eltern lauschten dem Chor unter der Leitung von Herrn Forster und filmten ihre Sprösslinge. Wahrscheinlich bekommen die Enkel diese Filme noch eines Tages zu sehen, so nach dem Motto:" Schau mal, das war die Oma oder der Opa."

 

So manch einer mag denken, Mensch, wenn ich nur an der Mittelschule bin, dann habe ich keine großen Chancen, im Leben weiterzukommen. Weit gefehlt! Ehemalige Schüler, die uns auch so immer wieder mal besuchen, da sie sich an unserer Schule wohlgefühlt haben, stellten ihren persönlichen Lebenslauf dar und was sie heute für einen Erfolg in ihrem Beruf haben. Da gab es schon die ein oder andere interessante Variante, auf die man nicht so schnell gekommen wäre.
Frau Hess stellte diese Werdegänge toll mit einem Bergpanorama dar, unten das Basislager und dann die vielen Wege um auf den Gipfel zu gelangen. Nun stellten sich die einzelnen ehemaligen Schüler vor: Simon mit dem Abschluss der Mittelschule, Metzgerlehre, Meister gemacht, den Betriebswirt obendrauf gesetzt, Abteilungsleiter bei Edeka und nun sogar Seminarleiter bei Edeka Süd für ganz Südbayern. Super – toll – Hut ab!!!
Dominik machte SHK-Anlagenmechaniker, was eigentlich drei Berufe in einem sind. Nun besucht er die Meisterschule, danach wird sich vielleicht das nächste auftun.
Thomas absolvierte eine Ausbildung zum Masseur, danach noch Physiotherapeut mit dem Abschluss Staatsexamen. Heute hat er eine Anstellung bei einer renommierten Praxis in unserer Gegend. Sein Tenor: Die Mittelschule ist keine Einbahnstraße, man muss sich nur reinhängen.
Michelle hat vor 10 Jahren unsere Schule verlassen, ging auf die Kinderpflegeschule und anschließend auf die Fachakademie für Soziales. Anschließend eine Ausbildung zur Erzieherin. Abschluss. Staatlich anerkannte Erzieherin. Jetzt hat sie eine feste Anstellung in Hösbach und ist glücklich und zufrieden in ihrem Beruf. Möglichkeiten nach oben gäbe es für sie auch noch, so deutete sie jedenfalls an.
Teresa ist 2012 von unserer Schule abgegangen und machte eine Ausbildung zur Assistentin im Bereich Ernährung. Danach ging sie nach Ansbach und absolvierte ihre 1. Fachlehrerausbildung. Auch in ihrem Beruf gibt es noch viele Möglichkeiten weiterzukommen.

Jetzt vom Ernst der Sache zu etwas unterhaltsamen unter der Leitung von Frau Eilbacher.
Literarisch betrachtet leben wir auch nicht auf dem Mond. Die Theatergruppe führte ein Stück von Friedrich Schiller auf, genannt „Der Handschuh". Schiller ist nun nicht gerade ein aktueller Autor, sondern ein Klassiker, aber auch um dieses Genre kümmern wir uns. Die Schüler haben das Stück übrigens etwas ergänzt, da ihnen das Ende zu abrupt war. Also Kreativität war gefordert. Für das Stück benötigte man einen Erzähler – und zwar einen guten Erzähler, der mit Betonung las und nicht wie eingeschlafene Füße es tun. Hier hatten wir Lukas, der das phantastisch machte.

Und nun zum sportlichen Teil:
Die absolute Attraktion war dieses Jahr die Akrobatikgruppe, die es erstmalig unter der Leitung von Frau Hauck gab. Da haste gestaunt, was die auf die Beine gestellt haben! Und auch hier wurde wieder auf Deibel komm raus gefilmt. Die Aufführung war so toll, dass noch eine Zugabe obendrauf gesetzt werden musste.
Auch die Mittagsbetreuung beteiligte sich mit einem Street-Dance an der Veranstaltung und erntete großen Applaus. Man sieht also, dass sich hier bei uns jeder einbringt, je nachdem mit dem, was er kann.

Herr Mauler hatte im Eingangsbereich der Aula eine Riesenweltkarte hängen, auf der er einige Fluchtwege unserer Flüchtlingskinder eingezeichnet hatte. Jeder, der Interesse hatte, konnte sich hier mit unseren Schülern aus den anderen Ländern unterhalten.

Nicht zu vergessen waren die Aktivitäten in den einzelnen Fachräumen, der Physiksaal mit kleinen Versuchen, der Werkraum mit Miniaufgaben, die Lesung in der Bücherei ( dazu weiter unten noch ein paar Bemerkungen ), die offene Küche, der Computerraum, die 1.Hilfe-Ecke für Notfälle und der Krachmacherraum, sorry, der Musikraum.

In diesem Schuljahr haben wir das Glück, dass sich unsere 5.Klässler mehr für das Lesen interessieren und begeistern. Um diese Lesefreude weiter zu fördern, gab es eine Kurzgeschichte, die auf die heutige Zeit bezogen ist und den Schülern wohlbekannt sein sollte. Es ist schon klasse, wenn man eine Freundin hat, der man alles erzählen kann, die aber nur auf ihrem Smartphone rumhämmert und alldieweil mit „äh, echt krass" und ähnlichen Antworten reagiert. Aber letztendlich waren beide zufrieden, unsere Anastasia-Cheyenne und Romina.

Eine besondere Attraktion war, dass wir an diesem Tag die bekannte Aschaffenburger Künstlerin R.Rychner in unserem Hause hatten, die schon im Vorfeld mit einigen von unseren Schülern die Darstellung ihrer Seelenbretter am Morgen vorbereitet hatte. Ich erwähnte dies bereits zu Anfang meines Berichtes. Am Ende des Tages waren alle Seelenbretter fertig und standen schön in Reihe und Glied an der Wand und bildeten ein phantastisches Kunstwerk. Tolle Leistung, Kinder und Dank an die Künstlerin, die sich die Zeit für uns genommen hat.

Um das Ganze jetzt kurz zu machen:
Eine gelungene Veranstaltung, die bei allen gut ankam. Anhand dieser vielfältigen Aktivitäten konnte auch jeder erkennen, welche tollen Möglichkeiten sich an unserer Schule auftun und wie wir darum bemüht sind, die Talente zu fördern.
Ich sage nur: Vom Mittelschüler zum Seminarleiter, der jetzt selbst junge Menschen unterrichtet. Das ist genial! (Von Simon war ich übrigens immer schon fasziniert und begeistert, was seinen Ehrgeiz betraf und betrifft. Da bin ich wohl etwas vorbelastet. Aber als Lehrer wird man so einen Schüler nie vergessen.

Und einen dicken Dank an alle Beteiligten, denn ansonsten wäre es nicht wieder so ein schöner Nachmittag geworden.
Ich glaube, ich sollte noch erwähnen, dass es an diesem Tag viele stolze Eltern gab, denen deutlich genug gezeigt werden konnte, was ihre Kinder so draufhaben.

Eure Kerstin Wobschall

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