Ein Stück über Macht und Ohnmacht

2016 02 25 Theater Mobbing 2Am Freitag, den 19.2.2016 fand bei uns in der Aula eine Theateraufführung zu diesem brisanten Thema statt, an dem die gesamte Schule teilnahm. Dieses Thema geht durch jede Altersstufe, von ganz klein bis nach ganz groß und beschäftigt unsere Gesellschaft immer wieder aufs Neue. Es spielt auch keine Rolle, in welcher Gesellschaftsschicht wir uns befinden, wir könnten alle betroffen sein.

Aus diesem Grund entschieden wir von der Mittelschule , dem Problem des Mobbings präventiv mit einer kreativen, innovativen Methode zu begegnen. Dazu engagierten wir eine Theatergruppe. Diese Theatergruppe, genannt „Weimarer Kultur- Express" stellte sich der Thematik schülergerecht und altersangemessen.

Wie Herr Stein es im Vorfeld formulierte: „ Die gesamte Schule wird dabei sein, wie aus harmlosen Schülerneckereien ein regelrechter Psychoterror wird."

Hier einige Informationen zum Stück:

Ein neues Schuljahr beginnt. Eine neue Klasse entsteht. Unter den Schülern befinden sich auch Franziska und Laura, zwei Mädchen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Ausgerechnet diese beiden bekommen einen Platz nebeneinander.

Die eine ist laut, scheinbar selbstsicher und attraktiv. Die andere ist still, unsicher und leicht zu übersehen.

Die eine leidet unter der Übertoleranz ihrer Eltern, der Haltlosigkeit mangelnder Grenzen, dem Fehlen von Anerkennung. Die andere hat durch die allzu große Fürsorge ihrer Eltern nie gelernt, sich durchzusetzen, will immer alles richtig machen und fühlt sich bei Konflikten stets schuldig.

Das Problem: Beide sind nicht in der Lage, ihre eigentlichen Schwierigkeiten zu durchschauen. Dies führt unweigerlich zu Spannungen. Was zunächst als vermeintlich harmlose Neckerei zwischen den Schülerinnen beginnt, wächst sich im Laufe der Zeit zu knallhartem Psychoterror aus, der das Selbstvertrauen Lauras mehr unterhöhlt und tragische Konsequenzen hat.

 

Und nun einige entscheidende Fragen:

Warum werden Menschen zu Opfern?
Was bringt Menschen dazu, andere fertig zu machen?
Wie reagieren Außenstehende darauf?
Wie kann man sich als Opfer wehren?
Und was tun gegen Cyber-Mobbing?

Dies sind die brisanten Fragen, die es gilt, zu beantworten und die eigentlich jeden nachdenklich machen sollten.

Nach der Vorstellung:

Woran erkennt man eigentlich, dass ein Theaterstück gut ist?

Daran, dass das Publikum aufmerksam zuhört, interessiert ist und nicht stört. Und genau so war es bei dieser Vorstellung, die die Schüler in den Bann gezogen hat da das Thema bekannt, aktuell, überall anzutreffen usw. ist.

Auch im anschließenden Gespräch zeigten die Schüler sich aufgeschlossen.

Worum es dabei ging, werde ich an dieser Stelle nicht verraten, da ich dann zu viel zum Stück verraten würde und dies würde den Akteuren wohl nicht gefallen.

Liebe „Laura", liebe „Franziska", danke für die wunderbare Vorstellung. Schön war auch, dass man am eigenen Leibe erfahren konnte, dass Theater nicht langweilig sein muss.

Dank auch dem Förderverein, der uns wieder finanziell unterstützt hat und auch an diejenigen Schüler und Lehrer, die beim Aufbau der Bühne mitgeholfen haben.

Eure Kerstin Wobschall

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